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'''Pleite''' bezeichnet umgangssprachlich die () oder einer Person oder eines Unternehmens, besonders in den festen Wendungen ?Pleite machen? (hier als ), ?pleite gehen? und ?pleite sein? (hier jeweils isch), in einem allgemeineren Sinne bisweilen auch so viel wie ?Misserfolg, Niederlage, Reinfall?.

Von der ''Pleite'' abgeleitet ist der '''Pleitegeier''' als sprichwörtliches Sinnbild für den Konkurs sowie die spöttische Bezeichnung '''Pleitier''' für einen insolventen Geschäftsmann.

Etymologie

Das Wort ''Pleite'' stellt eine aus dem en dar; über das e, also der mit vielen jiddischen Wörtern gespickten Geheim- bzw. Sondersprache der , Bettler und anderer sozialer Randgruppen, gelangte es gegen Mitte des 19. Jahrhunderts ins und verbreitete sich von hier rasch im gesamten deutschen Sprachraum. Zugrunde liegt ????? (''plejte''), das eigentlich ?Flucht? bedeutet, und letztlich ???????? (''p?l???''), ?Flucht, Entkommen, Entrinnen aus einer Notlage?. Der Bedeutungswandel erklärt sich dadurch, dass die ''plejte makhen'' bzw. ''plejte gejen'' im Jiddischen zunächst nicht die Zahlungsunfähigkeit an sich bezeichnete, sondern die Flucht eines Schuldners, der sich seinen Gläubigern (oder der ) zu entziehen sucht; auch im Rotwelschen bedeutete ''Blade machen'' (für das 18. Jahrhundert bezeugt) noch so viel wie ?fliehen, sich aus dem Staub machen.?

Der ?Pleitegeier? als Sinnbild des Bankrotts wurde bereits vor 1900 sprichwörtlich und stellt eine : ''Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.'' 25., aktualisierte und erweiterte Auflage. De Gruyter, Berlin/New York 2012.</ref>

Auf das späte 20. Jahrhundert datiert die pseudofranzösische Wortschöpfung ?Pleitier? (angelehnt an ??, ?? usw.) als scherz- oder boshafte Bezeichnung für einen insolventen Unternehmer.

Siehe auch

Weblinks

Einzelnachweise